Schalterfreistempel und Schaltergeräte Schweiz

Schalterfreistempel Schweiz

Schalterfreistempel Schweiz auf Brief mit Datum vor 1981

Von den Schalterfreistempel Schweiz existieren in sehr kleinen Mengen vor allem aus der Versuchsphase sehr rare Briefbelege. Nach späteren Weisungen der Post durften dann die Schalterfreistempel nur noch in Ausnahmefällen auf Briefen verwendet werden. Schalterfreistempel Schweiz auf Brief mit Datum vor 1981 sind deshalb absolut normal, aber in kleinen Mengen vorgekommen und gelten deshalb zu absoluten Raritäten.

Adrema Pitney Bowes 12289 und 12290 Basel

Schaltergerät Schweiz: Adrema Pitney Bowes 12289 und 12290 Basel



Vom 26.2.1972 bis 6.7.1981 verwendete die Poststelle 4001 Basel 1 zwei Schaltergeräte des Typs Adrema Pitney Bowes. Es handelte sich dabei um das Modell 5470, welches ebenfalls als Frankiermaschine in der Privatwirtschaft eingesetzt wird.

Der serienmässig vorhandene Streifengeber liefert auf Tastendruck frankierte Streifen. Durch entsprechende Hebelstellung kann der Streifen angefeuchtet oder trocken abgerufen werden. Es werden Streifenrollen mit 20 m - ca. 150 Streifen - verwendet. Die Farbgebung erfolgt aus einem Farbbehälter mit halbautomatischer Einfärbung. Beim Modell 5470 können Briefe auch durch Direktaufdruck frankiert werden. Der federnd gelagerte Drucktisch erlaubt eine Briefdicke bis 6 mm. Die max. Klappentiefe beträgt 73 mm. Der Klischeeaufdruck zeigte die Gerätenummern 12289 und 12290 unter der Wertangabe. Beim Freistempelaufdruck links war der runde Poststempel 4001 Basel 1 mit Datumangabe. Daneben stand 4001 Basel 1 Paketannahme. Während der Betriebnahme zwischen 1972 - 1981 wurden verschiedene Papiersorten verwendet.

Schaltergerät FRAMA

Schaltergerät Schweiz: Adrema Pitney Bowes 12289 und 12290 Basel

Anfangs 1976 wurden von der Schweizer Post in Zürich und Fribourg entsprechende Tests mit den mikroprozessor-gesteuerten FRAMA-Schaltergeräten vorgenommen. Das von den PTT-Betrieben gutgeheissene Gerät wurde später an vielen anderen Orten in der Schweiz, aber auch im Ausland, eingesetzt, um den Schalterdienst des Postbeamten zu vereinfachen und vor allem zu rationalisieren.

Über eine international genormte Zehnertastatur können die gewünschten Taxwerte eingegeben werden. Nach Betätigung der Auslösetaste wirft das Gerät automatisch das gewünschte Wertzeichen mit Aufdruck, Datum, Uhrzeit, Ortsangabe und Gerätenummer aus. Das neue, revolutionäre Schaltergerät von FRAMA AG registriert über mehrere elektronische Speichersysteme. Jeder eingegebene Frankierwert von 00.05 - 99.95 Fr. sowie jede einzelne Brief-, Paket-, oder Postsendung des Kunden wird registriert und addiert, die Taxen aller Postsendungen zum Tages- oder Schichttotal automatisch zusammengezählt.

Typ 9 Terminalmarken 3000 Bern 18 Bern Bümpliz

Viele verpassten es. Nur wenige wussten es, obwohl diese Ausgabe im PTT-Amtsblatt angekündigt wurde. Vom 12.10. bis 31.10.1992 wurde das erste Schalter-Terminal in der Schweiz in Bern-Bümpliz getestet. Das Gerät gab durch entsprechende Sendungswahl automatisch vorausentwertete Wertzeichen und Empfangsscheine ab. Für registrierte Sendungen wurde die entsprechende R- und P-Nummer auch auf den Frankaturvermerk aufgedruckt.

Typ 10 Barcode (Strichcode) Olivetti-Gerät

Im PTT-Amtsblatt Nr. 19/1995 wurde der Einsatz eines neuartigen Schaltergerätes angekündigt. Im Rahmen der Neuorientierung der Paketpost ist der Einsatz des Barcodes vorgesehen. Ab dem 1. Mai 1995 erfolgten erste technische Tests. Neben bestimmten Annahme-Poststellen wurden auch Paketkunden in die Tests einbezogen. Der Barcode besteht aus zwei Teilen: "Identifikationscode" zur Sendungsidentifikation sowie "Zielcode" zur Sortiersteuerung in den Zentren, wobei an die Sammler nur der Identifikationscode abgegeben wurde. Am 1. Mai 1995 wurde in 5000 Aarau 1 das erste Gerät getestet. Ersttagsbelege von dieser Ausgabe sind extrem selten!

Barcode-Express

Verschiedene Betriebsversuche

Am 1. November 1995 startete die Schweizer Post einen neuen Betriebsversuch mit Barcode-Express-Klebern. Die erstmals getesteten Express-Barcodes umfassen vier Teile: den dreisprachig bezeichneten Aufkleber für die Sendung, den darin enthaltenen Code-Teil für das Zustell-Borderau, einen Kleber für das Annahme-Borderau und einen letzten Teil für die Kunden-Quittung. Dieser enthält keinen eigenen Barcode, dafür jedoch die gesamthaft viermal vorhandene Identifikationsnummer. Eingeschriebene Sendungen sind durch ein Kreuzchen im weissen Feld unten rechts zu markieren. Auch das fällige Porto wird erfasst und direkt eingezogen; der Aufkleber stellt somit gleichzeitig die Frankatur dar. Gestempelt wird nur noch, wenn der Absender bereits Marken verwendet hat.

1. Ausgabe

Bei der ersten Ausgabe waren die Codierziffern auf dem roten Rahmen angebracht. Da die schwarzen Ziffern auf dem roten Grund nur erschwert lesbar sind, änderte das Erscheinungsbild. Ab der zweiten Express-Ausgabe sind die Codierziffern in einem weissen Rahmen.

2. Ausgabe

Die Einführung der zweiten Ausgabe erfolgte ohne Ankündigung der Post im Oktober 1996. Je nach Vorrat bei den einzelnen Poststellen kam die zweite Ausgabe an unterschiedlichen Daten in Gebrauch.

3. Ausgabe

Seit dem 2.6.97 heisst die Eilsendung neuerdings Swiss-Express, resp. Intercity-Express. Der rote Swiss-Express wird neu nur noch am Morgen zwischen 07.00 bis 09.00 und von 16.00 bis 19.00 Uhr zugestellt. Bei der Aufgabe am Postschalter wird entschieden, ob der Swiss-Expressbrief gleichentags am Abend oder erst am andern Morgen zugestellt werden kann. Für die Abendzustellung wird eine gestempelte Zusatzvignette mit einer Sonne, respektive für die Morgenzustellung mit einem Mond im Sternenhimmel angebracht.

4. Ausgabe

Für Postkunden, die eine raschere Beförderung wünschen, wurde neu der Intercity Express (Grünes Wertzeichen) eingeführt. Der Minimalpreis für eine Sendung beträgt Fr. 49.--. Im Gegensatz zum Swiss-Express kann der Intercity-Express nur gegen Barzahlung aufgegeben werden. Der Intercity-Express existiert nur in der Schweiz. (International EMS-Dienst). Angesichts der hohen Nominale sind Intercity-Briefe äusserst selten. Sämtliche Briefe haben auf der Rückseite den vollständigen Speditionsweg aufgeführt.

Vignette "International Express"

Die neue Vignette "International Express" ist für die Briefpost nach dem Ausland be stimmt. Dies entspricht den aktuellsten Vorgaben des Weltpostvereins und garantiert, dass die Briefpostsendungen im Ausland als solche erkannt und behandelt werden.

Neue Barcode-Express-Kleber

Auf den 1. Januar 1999 reorganisierte die Schweizer Post den Express-Dienst. Neu wird jeder Brief analog der Paketpost mit einem einheitlichen Barcode versehen und zum Einheitspreis von Fr. 10.-- befördert. Die bisherigen altgedienten Express-Vignetten wurden definitiv ausgemustert. Die Einschreibegebühr beträgt wie bei den Paketen Fr. 1.--. Das neue Produkt Swiss-Express kann sowohl mit Briefmarken wie auch barfrankiert aufgegeben werden, was bedeutet, dass der Barcode zu einer speziellen Art Briefmarke aufgewertet wird. Am Neujahrsmorgen war der Ersttag. Nur ganz wenige Poststellen hatten für wenige Stunden geöffnet. Vom Ersttag 1.1.1999 können wir echt gelaufene Briefe von Bern offerieren. In weiten Teilen des Landes wurde der neue Swiss-Express aber erst am 4.1.1999 eingeführt. Die landesweite Einführung können wir mit einer seltenen Einzelfrankatur der UNO-Genf oder noch selteneren Barfrankierung anbieten.

EMS-Marken

4. August 1997. Weltstädte, selbstklebende Marken

Nr. 1 ist für EMS-Briefe bis 500 Gramm innerhalb Europas, Nr. 2 für EMS-Briefe nach Nordamerika und Nr. 3 für alle übrigen Länder. Die EMS-Marken werden in Kleinbogen zu 6 Marken an allen Poststellen abgegeben. Nr. 1 zu Fr. 170.--, Nr. 2 zu Fr. 225.-- und Nr. 3 zu Fr. 270.-- pro Sechser-Böglein. Mit den EMS-Marken können nur EMS-LETTER bezahlt werden, für andere Frankaturen sind diese Marken nicht zugelassen. Die Marken sind ungezähnt und selbstklebend auf einer Folie. Zur Entwertung dürfen diese Marken nicht gestempelt werden, sondern es wird ein vorgestanzter Teil des linken Randes abgetrennt. Als FDC sind nur die Begleitadressen verwendet worden, mit der Aufschrift SWISS POST links oben EMS / Worldwide links unten. Der Ersttagsstempel vom 4. August 1997 ist unterhalb der EMS-Marke angebracht, als Nebenstempel.

Vorfrankierte Adress-Klebeetiketten

Gleichzeitig mit den am 1. Juli in Kraft tretenden Tarifmassnahmen der Post wurden zwei vorfrankierte Adress-Klebeetiketten (mit eingedrucktem Wertzeichen) realisiert. Die Adress-Klebeetiketten können wie Briefmarken verwendet werden, jedoch nur als komplette Etiketten. Ausgeschnittene Werteindrucke sind nicht frankaturgültig und wertlos.

Klischee Rohling

Swiss Post International bietet in Italien einen Postdienst an, der es mittels Vignetten ermöglicht, dass Feriengrüsse auf Ansichtskarten schneller am Bestimmungsort ankommen. Auf die Karten müssen spezielle Vignetten geklebt werden. Cartolina-Heftchen mit je 8 selbstklebenden Vignetten, auch Touristenmarken genannt, kosten Fr. 8.--. In rund 100 Hotels befinden sich spezielle Briefkästen, die mit "Swiss Post International" bezeichnet sind. Diese werden regelmässig geleert und die Karten durch Kuriere an Sammelstellen (z.B. Mailand) gebracht. Von dort aus werden sie am gleichen Tag nach Bellinzona spediert, dort codiert und in die ganze Schweiz ausgeliefert. Die Vignetten dürfen nicht abgestempelt werden. Ansichtskarten innerhalb Europas werden binnen 1 bis 2 Tagen zugestellt, Karten nach Übersee innert 8 Tagen. Der Preis (LIT 1250) ist gültig für alle Destinationen. Diese Vignetten wurden von der Post im Abonnement nicht ausgeliefert, konnten jedoch in Bern bestellt werden. Echt gelaufene Karten müssen unten einen aufgedruckten Strichcode aufweisen.